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AFK KolĂn
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Der AFK KolĂn ist ein tschechischer FuĂźballklub aus der mittelböhmischen Stadt KolĂn. Der 1900 gegrĂĽndete Verein gehörte zwischen 1926 und 1936 zu den stärksten des Landes. 1929 und 1932 gewann der AFK die Amateurmeisterschaft, in den Spieljahren 1934/35 und 1935/36 nahm er an der Staatsliga teil.
Contents
• Statistik
• Vereinsnamen
• Quellen
• Weblinks
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Vereinsgeschichte
Wie in vielen böhmischen Städten entdeckten auch in KolĂn GymnasialschĂĽler um die Jahrhundertwende den FuĂźballsport. Im Jahr 1902 schlossen sich der FC KolĂn, ein FuĂźballklub und der AC KolĂn, ein Athletikklub zusammen und grĂĽndeten einen Verein namens Athleticko-FootballovĂ˝ Klub KĂłlin. In den Jahren 1906 bis 1908 wurde der AFK-Platz umzäunt und der Verein ordentliches Mitglied des Böhmischen FuĂźballverbandes ÄŚSF.
Von 1908 bis 1914 nahm der Klub regelmäßig am so genannten Charity Cup teil, dem damals wichtigsten Wettbewerb Böhmens. Dabei erreichte die Mannschaft 1911 das Endspiel, unterlag dort jedoch Slavia Prag mit 1:4. 1912 wurde neben dem Charity Cup auch eine Meisterschaft des ÄŚSF ausgespielt. Auch hier erreichte der AFK KolĂn das Finale gegen Sparta Prag. Nach einem 1:1-Remis wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt, das der AFK mit 0:4 verlor.
Nach dem Ersten Weltkrieg nahmen die Blau-WeiĂźen 1920 an der Meisterschaft des mittelböhmischen Gaus teil. Sie gewannen die II. tĹ™Ăda und stiegen in die 1. tĹ™Ăda auf, die stärkste Spielklasse der Tschechoslowakei. Gegner wie Sparta Prag, Slavia Prag oder Viktoria Ĺ˝iĹľkov erwiesen sich jedoch als ĂĽbermächtig: Der AFK KolĂn belegte am Saisonende mit nur einem Sieg aus elf Spielen den letzten Rang. Die RĂĽckkehr in die – allerdings auf 22 Mannschaften aufgeblähte – höchste Spielklasse gelang 1924. Die Meisterschaft wurde nie zu Ende gespielt, der sechste Platz des AFK geht dennoch in die Statistik ein.
Bei der EinfĂĽhrung des Professionalismus im Jahre 1925 verblieb der AFK KolĂn im Amateurlager und fehlte in der Folge bei kaum einer Endrunde um die tschechoslowakische Amateurmeisterschaft. Bei der ersten Austragung 1927 scheiterten die Blau-WeiĂźen mit 2:3 am DSV BrĂĽnn. Auch in der Saison 1927/28 kam das Aus bereits in der ersten Runde, der SK KroÄŤehlavy hatte sich als zu stark erwiesen. In der Folgesaison triumphierte der AFK KolĂn erstmals nach Erfolgen ĂĽber Ĺ K Ĺ˝ilina (3:1 und 2:0), SK Sparta KošĂĹ™e (1:1 und 2:1) sowie dem Endspielgegner DFC Prag (5:7 und 5:2). Ein Jahr später stand der AFK erneut im Finale, unterlag diesmal aber dem 1. ÄŚsĹ K Bratislava mit 2:2 und 2:4. In der Saison 1930/31 reichte ein dritter Platz in der 1. A tĹ™Ăda nicht zur Teilnahme an der Endrunde. Schon 1932 gewann die Mannschaft erneut der Amateurtitel. In der ersten Runde gewann das Team mit 4:1 und 6:2 gegen den 1. ÄŚsĹ K Bratislava, im Halbfinale gegen den Karlsbader FK mit 5:2 und 1:2 und im Endspiel mit 5:3 und 2:2 gegen Sparta KošĂĹ™e. Auch im Folgejahr stand die Mannschaft aus KolĂn im Endspiel, diesmal allerdings behielt der DFC Prag mit 1:0 und 2:2 die Oberhand.
Dieses Ergebnis qualifizierte den AFK KolĂn nach dem Zusammenschluss von Profis und Amateuren fĂĽr die 1. Staatsliga. In der Saison 1934/35 rettete sich die Mannschaft am letzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg ĂĽber Sparta Prag, das so noch die sicher geglaubte Meisterschaft verlor. Im Spieljahr 1935/36 hatten die Blau-WeiĂźen nicht mehr so viel GlĂĽck und stiegen als Tabellenvorletzter ab. Bis 1944 spielte der AFK KolĂn in der Divize, der damals zweithöchsten Spielklasse.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der AFK KolĂn nie mehr an seine frĂĽheren Erfolge anknĂĽpfen. Unter dem Namen TJ KolĂn war der Verein in den Jahren 1978/79 und 1979/80 – auch dank einer Reorganisation der Spielklassen – zweitklassig. Danach hielt sich der Verein lange Jahre in der dritten Liga, die er 1988 aber nicht mehr halten konnte. Im Sommer 1992 stieg die Mannschaft sogar aus der vierten Liga ab, in die sie nach zwei Jahren wieder zurĂĽckkehrte, allerdings nur fĂĽr drei Jahre. In dieser Zeit lief Mogul KolĂn, der heutige FK KolĂn seinem Rivalen den Rang als beste Mannschaft der Stadt ab. Zur Saison 1999/2000 fusionierte der AFK KolĂn mit dem FC Geosan Velim zum AFK Geosan KolĂn-Velim. Diese Mannschaft gewann zwar den StĹ™edoÄŤeskĂ˝ pĹ™ebor und war berechtigt zum Aufstieg in die vierte Liga, allerdings lösten die beiden Vereine die Fusion wieder auf. Während Velim in der vierten Liga weiterspielte, stellte der AFK KolĂn keine Herrenmannschaft mehr auf. Seitdem nehmen nur noch Juniorenmannschaften des AFK KolĂn am Ligabetrieb teil.
Statistik
Vereinsnamen
Der AFK KolĂn ging 1902 aus den Vorgängervereinen AC KolĂn und FC KolĂn hervor. Nach der MachtĂĽbernahme der Kommunistischen Partei im Jahr 1948 wurde der Verein in kurzer Abfolge mehrmals umbenannt: 1948 in Sokol AFK KolĂn, 1949 in Sokol ModrobĂlĂ KolĂn, 1950 in ZSJ ÄŚSD KolĂn und 1953 in ÄŚSD Lokomotiva KolĂn. 1973 fusionierte der Klub mit Tatra KolĂn zum TJ KolĂn. Ab 1983 hieĂź der Verein TJ Agro KlĂn. Anfang der 1990er Jahre kehrte der Klub zur ursprĂĽnglichen Bezeichnung AFK zurĂĽck. 1999 fusionierte der AFK KolĂn mit dem FC Geosan Velim, die Verbindung wurde aber nur ein Jahr später wieder getrennt.
Bekannte ehemalige Spieler
• Ladislav Hlaváček, 15 Länderspiele zwischen 1948 und 1954, lieĂź seine Karriere Ende der 1950er Jahre bei TJ KolĂn ausklingen
• Pavel Stratil, 22 Länderspiele zwischen 1970 und 1975, spielte von 1977 bis 1983 für den Klub
Quellen
• JindĹ™ich Horák, LubomĂr Král: Encyklopedie našeho fotbalu. Sto let ÄŤeskĂ©ho a slovenskĂ©ho fotbalu. DomacĂ soutěže. Libri, Praha 1997.
• Radovan JelĂnek, Miloslav JenšĂk et al.: Atlas ÄŤeskĂ©ho fotbalu od roku 1890. Prag 2005. ISBN 80-901703-3-9
• Geschichte des Vereins auf der offiziellen Website (tschechisch) (Memento vom 1. November 2008 im Internet Archive)
Weblinks